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Mandantenbrief 2-2015

der Anwaltsgemeinschaft „Am Konzerthaus“ Flint, Heinz & Sträter

Sehr geehrte, liebe Mandanten und Mandantinnen,

Es sind einige Monate vergangen seit unserem letzten Mandantenbrief. Krankheitsbedingte und organisatorische Gründe hatten hieran maßgeblichen Anteil.

Wir werden, neben unserer anwaltlichen Tätigkeit, unseren Fokus verstärkt auf die außergerichtliche Streitbeilegung durch Mediation richten. Wir freuen uns, dass unser geschätzter Kollege Gerd Flint hier künftig projektführend aktiv sein wird. Hierzu auch sein einleitender Beitrag.

Ihre Anwaltsgemeinschaft

Barbara Heinz, Gerd Flint, Wolfgang Sträter


 

Kriegswirklichkeit und Friedenssehnsucht

-    20 Jahre Praxis für Mediation -

Gibt es einen Zusammenhang zwischen den schutzsuchenden Flüchtlingen und unserer eigenen Sehnsucht nach friedlichen Beziehungen? Unser Bedürfnis nach friedlichen und geordneten Verhältnissen steht im krassen Gegensatz zur kriegsträchtigen und chaotischen Wirklichkeit in der Welt, in Europa, auch im eigenen beruflichen und sozialen Umfeld, vielleicht sogar bei uns selbst. Wir können die Menschen, die es nach monatelanger Flucht bis zu uns geschafft haben, willkommen heißen, ihnen Obdach und das Nötigste zum Lebensunterhalt gewähren. Zahllose Bürger unserer Zivilgesellschaft geben täglich Beispiele für eine Gesinnung tatkräftigen Zupackens, die das Weltbild über unser Land schon grundlegend verändert haben.
 
Was können wir, jeder einzelne, für sich selbst tun, um mit Konflikten umgehen zu lernen und dabei womöglich friedensfähig zu werden? Indem wir das suchen, was Menschen in ihrem Innersten wirklich verbindet. Konflikte offenbaren eine zutiefst menschliche Dimension unseres Lebens. Oft liegt der wertvollste Schatz menschlicher Lebens-Erfahrung gerade unter unserem Anderssein vergraben. Bleibt dieser Schatz ungehoben, löst er unerkannt und unterschwellig gerade die Konflikte aus, mit denen wir dann irgendwann konfrontiert werden. Gelingt es uns, die Unterschiede unserer Sicht- und Verhaltensweisen zu erkennen, zu verstehen, gar zu respektieren, wird eine Basis geschaffen, auf der Konflikte in eigener Verantwortung bearbeitet werden können, im großen wie im kleinen. Wenn wir uns über die Differenzen (dem Anders-Sein) verständigen können, und wenn wir sie auch nur akzeptieren, ist eine Möglichkeit geschaffen, uns neu miteinander zu verbinden, uns gleichwürdig zu behandeln und vielleicht eine neue Form der Zusammenarbeit, des Zusammenlebens zu entdecken.

Um aus einer Konfliktsituation herauszukommen, ist es hilfreich, über unsere inneren Grenzen hinauszublicken, herauszufinden, wie das zunächst <unmögliche> doch möglich wird. Anfangs als eine aktive Hoffnung und schließlich als lebendige Wirklichkeit.

Mediation bietet eine Chance, Konflikte aktiv zu bearbeiten und konstruktiv zu lösen. Vor 20 Jahren haben wir für uns diese Art der Konfliktbearbeitung entdeckt, nachdem Pioniere wie Gary Friedman sie zuvor aus Amerika zu uns nach Europa <exportiert> haben. Ein wahrhaft friedensstiftender <Exportartikel>. Nun hatte ich die Gelegenheit, drei Tage mit Gary auf einem Fortbildungsseminar in Köln zusammen zu arbeiten und der menschlichen Dimension auch unseres beruflichen Bemühens näher zu kommen. Wenn Mediation in unserer Praxis für Mediation gelingt, haben alle Beteiligten etwas neues gelernt, auch wir Mediatoren, die wir aus unserer professionellen Verantwortung heraus ebenso diese menschliche Dimension der Konfliktbearbeitung erfahren können wie die Konfliktpartner ganz unmittelbar. Dass wir das nun schon 20 Jahre immer wieder neu erleben dürfen, erfüllt uns mit großer Dankbarkeit und ermuntert uns, friedensstiftend fortzuwirken.

In diese Sinne grüße ich Sie mit unserem Mediatorenteam
Ihr Gerd Flint


„Das Aktuelle Urteil“

Urteil des Landesarbeitsgericht Düsseldorf -  (AZ: 12 Sa 630/15).

Zulässigkeit der Kündigung eines Arbeitnehmers wegen Privattelefonaten am Arbeitsplatz

Auch wenn in einem Unternehmen klare Regelungen für Privattelefonate am Arbeitsplatz fehlen, so dürfen über Arbeitstelefone z.B. keine Glücksspiele abgewickelt werden. Zwar rechtfertigt dies lt. LAG Düsseldorf noch keine fristlose Kündigung, aber in jedem Fall eine ordentliche Kündigung durch den Arbeitgeber. Dem Arbeitgeber waren in diesem Fall Telefonkosten von rund 20,00 Euro entstanden.


„Neuigkeiten"

  • Beträgt das monatliche Arbeitseinkommen eines Mitarbeiters mehr als 2.000 Euro, entfällt ab dem 1. August die Arbeitszeitaufzeichnungspflicht des Arbeitgebers aus dem Mindestlohngesetz.
  • Seit dem 25. Juli 2015 gilt das neue IT-Sicherheitsgesetz zur Verbesserung des Schutzes von Bürgern und Unternehmen im Internet, mit erhöhten Sicherheitsanforderungen an den Schutz von Kundendaten und IT-Systemen.
  • Für Erbfälle innerhalb der Europäischen Union gelten ab August neue, vereinfachende Regelungen – „Europäische Erbrechtsverordnung“.
  • Ab dem 1. September müssen Neufahrzeuge die strenge Abgasnorm „Euro-6“ erfüllen.
  • Rückwirkend zum 1. Januar 2015 wurde das Kindergeld je Kind um 4 Euro erhöht.
  • Filmempfehlung: „Der Staat gegen Fritz Bauer“               
    Ein Blick in juristische Zeitgeschichte : Dieser Film widmet sich Bauers(Staatsanwalt in Frankfurt) hartnäckigem Kampf um die Aufarbeitung der NS-Zeit in einem Nachkriegsdeutschland, das von allem lieber nichts mehr wissen will.


 
Hier noch zwei Hinweise in eigener Sache. Seit der Ausgabe September 2015 veröffentlicht Rechtsanwalt Sträter Aufsätze zu unterschiedlichen Themen in der Zeitschrift „Horseman“. Im ersten Aufsatz ging es um das Thema „Kauf im Internet“.

Ferner freuen wir uns, Ihnen auch weiterhin notarielle Dienstleistungen vermitteln zu können, da wir Kooperationen mit Dortmunder Rechtsanwalts- und Notarkanzleien pflegen. Selbstverständlich stehen wir hier auch weiterhin beratend und gestaltend als Anwälte/-in für Sie zur Verfügung.

Eilnachrichten

Eröffnung Zweigstelle

Ab dem 15. Juni 2017 begrüße ich Sie auch gerne in meiner Zweigstelle in Lünen-Brambauer..

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